Geschichte
Lage
Die Siedlung Heimatdank liegt im Essener Stadtteil Fulerum im Westen der Stadt. Begrenzt wird Fulerum im Osten durch die Margarethenhöhe, im Nordosten durch Holsterhausen, im Norden durch Frohnhausen, im Westen durch Mülheim an der Ruhr und im Süden durch Haarzopf.
Der Name Fulerum soll von vor langer Zeit die Landschaft prägenden Faulsümpfen stammen. Fulerum wurde 1910 zwischen Essen und Mülheim aufgeteilt, wobei der weitaus größere Teil Mülheim zugeschlagen wurde. Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Fulerumer Straße trennt Essen-Fulerum wiederum in zwei Teile: Der östliche Teil Fulerums besteht aus dem Südwest-Friedhof. Durch den Friedhof fließt der Borbecker Mühlenbach, der sich an manchen Stellen zu kleinen Teichen aufstaut. Der Halbachhammer im Mühlbachtal, ein technisches Denkmal, das in einem Fachwerkhaus an die Ursprünge der Eisen- und Stahlindustrie erinnert, ist beliebtes Ziel vieler Spaziergänger. Westlich der Fulerumer Straße liegt die Siedlung Heimatdank. Außergewöhnlich für eine Großstadt wie Essen sind die Felder, auf denen man im Sommer Erdbeeren ernten kann.
Entwicklungsgeschichte in 90 Jahren
Auf den Kriegerheimstättengedanken aufbauend - jeder heimkehrende Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigte sollte ein Eigenheim erhalten – geht die Gründung der Essener Baugenossenschaft „Heimatdank“ in Fulerum auf Mai 1919 zurück. Die Siedlung wurde von dem Bauabteilungsleiter der Firma Krupp in Essen, Josef Rings (*20. Dezember 1878; † 7. August 1957), geplant. Sie errichtete zwischen 1921 und 1937 mit recht knappen eigenen Mitteln und ergänzenden städtischen Baukostenzuschüssen über 285 Wohnungen und 56 Mansarden. Am 1. Januar 1924 waren 82 Wohnungen und 52 Mansarden bezugsfertig.
1942 fusionierte die Baugenossenschaft Heimatdank dann mit der Vereinigten Spar- und Baugenossenschaft Essen, die danach zunächst GWG Essen West, heute Wohnbau eG Wohnungsbaugenossenschaft Essen heißt und Eigentümer und Vermieter der heutigen Siedlung ist.
Nach Bombenschäden im 2. Weltkrieg wurden 17 Häuser der Siedlung „Heimatdank“ zwischen 1950 und 1960 wiederhergestellt. Zwischen 1996 und 2004 sanierte dann die Wohnungsbaugenossenschaft „Wohnbau eG Essen“ die jetzt 58 Ein- und 36 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 213 Wohnungen sowie das Wohnumfeld grundlegend. Die Siedlung Heimatdank erhielt ihr heutiges Gesicht. Die Einfamilienhäuser sind vor allem jungen Familien mit Kindern vorbehalten.
Hier finden Sie Bilder aus der Geschichte Heimatdanks und aus der heutigen Zeit!